"Die wahre Geschichte
von AIDS eins zu eins beispielhaft übertragen auf einen völlig
anderen Bereich."
Der folgende Artikel
möge nicht als Groteske verstanden werden, denn er stellt
einen ernsthaften Versuch dar, das Thema auf einen völlig
anderen Bereich zu übertragen, um aufzuzeigen, mit welch
aberwitzigen Theorien wir bombardiert werden, ohne es zu merken,
da die Sachverhalte hinter komplizierten Fachbegriffen versteckt
werden. Ich fordere seriöse Wissenschaft, aufrichtiges Bemühen
der Verantwortlichen, ich fordere Heilung, die sich in Geheilten
ausdrückt, nicht in zu Tode Therapierten! Ich klage nicht
an, aber ich fordere Ethik! Es kann nicht angehen, dass Millionen
Menschen für dumm verkauft werden, Millionen Betroffene mutwillig
dem Sensenmann geopfert werden, nur um einerseits diejenigen zu
schützen, die mit der Lügerei begonnen haben und andererseits
denjenigen die Pfründe zu sichern, die mit dem Betrug Unsummen
verdienen. Es kann nicht angehen, dass Milliarden Steuergelder
verpulvert werden, ohne dass die Empfänger dafür Ergebnisse
liefern!
Dass die unter dem AIDS-Katalog zusammengefassten Krankheiten
geheilt werden können, zeigen aufrichtig bemühte und
kompetente Therapeuten. Auch der Umstand, dass es inzwischen viele
sog. Langzeitüberlebende gibt, die allesamt auf die üblichen
„AIDSMedikamente” verzichteten, spricht eine deutliche
Sprache.
»A.O.C.S.«
ACQUIRED OLD CAR SYNDROME
von
Michael Kent
Dass
alte Autos rosten, ist uns wohl bekannt. Sie haben etliche Kilometer
auf dem Tacho, brauchen mehr Benzin und Öl, qualmen aus dem
Auspuff, am Lack gibt es Kratzer und Dellen, die Bremsbeläge
sind vielleicht runter, die Reifen abgefahren, im Inneren mag
es muffig riechen.
Es würde uns nun wundern, wenn Kfz-Werkstätten plötzlich
anfingen, vom Alten- Auto- Syndrom AAS oder
– noch besser, englisch, vom Old- Car- Syndrome
OCS – zu sprechen! Denn, was sollte es nützen, alle
möglichen Symptome(1)
eines alten Autos zu einem Syndrom(2)
zusammenzufassen?
Wir würden eine solche Verschrobenheit mit einem Stirnrunzeln
quittieren, ihr aber keine größere Bedeutung beimessen.
Was aber, wenn die Werkstätten behaupteten, wir hätten
uns das Alte-Auto-Sydrom von außen zugezogen?
Uns angesteckt! Der Wagen litte am AOCS, am Acquired Old
Car Syndrome, einem äußerlich zugezogenen
Altauto-Syndrom. Nicht der Umstand, dass wir es ein Jahrzehnt
besaßen oder viel gefahren und wenig schonend damit umgegangen
sind, wäre schuld, sondern ein Neu Entdecktes
StraßenBakterium NESB.
Die Reifen seien nicht deshalb abgefahren, weil sie 50.000 km
auf dem Buckel haben, nein, das NESB sei schuld, eben so am Rost
der Karosserie. Man will uns eine aggressive Sprüh-Chemikalie
verkaufen – als einzigwirksames Mittel gegen AOCS. Weiter
behauptet man, das NESB sei ansteckend. Es handle sich um eine
Autoseuche : Wenn zwei Autos, z.B. beim Einparken, an der
Stoßstange aneinander träfen, würde das NESB vom
einen Wagen auf den anderen übertragen. Die Stoßstangen
müssten daher Kondome überstülpen.
Doch, seltsam, die Seuche breitet sich nicht immer schneller aus!
Erfinderische Geister haben schnell die Lösung parat: Von
ursprünglich 12 Symptomen, die das alte Auto-Syndrom charakterisieren,
erweitert man die Liste flugs auf 30. Man nimmt die abgeknickte
Antenne dazu, die heiser klingende Hupe, den defekten Scheinwerfer,
ein lauteres Motorengeräusch usw. Und – zack –
schon kann man der Regierung, die Milliarden für die Erforschung
des neuen Straßenbakteriums hergibt, davon überzeugen,
dass die Zahl der vom AOCS betroffenenWagen sprunghaft in die
Höhe steigt. Als dies noch nicht ausreicht, die Seuchenstatistiken
auf das gewünschte Niveau zu heben, kümmert man sich
um Afrika. Mann, dort hat es lauter Autos, die am Alten-Auto-Syndrom
leiden, da ist also der ganze Kontinent erfasst! Schwuppdiwupp
– schon sind es 26 Millionen AOCS-Betroffene. Da haben wir
sie, die Seuche!

Im Bild ein typisches Opfer des neu entdeckten
Straßenbakteriums
NESB. Eine Impfung gegen die Seuche, die durch
Stoßstangenkontakt übertragen wird, konnte bislang
noch nicht gefunden werden.
Der Bund hat bereits weitere 666 Millionen Euro zugesichert zur
Erforschung
der neu entdeckten Krankheit A.O.C.S.
Doch
die Zahlen steigen immer noch nicht so, wie sich das für
eine rechte Seuche gehören würde. Also entwickelt man
einen Straßenbakterium-Test. Mit diesem Test, der nicht
einmal das Vorhandensein des Bakteriums selbst misst (wie sollte
er auch, denn das gibt es schließlich nicht), sondern nur
die Resistenz des Wagens (wie auch immer man dies macht, es ist
eine seeehr komplizierte Angelegenheit, die nur qualifizierteste
Kfz-Koryphäen verstehen), können nun plötzlich
auch Neuwagen am AOCS erkranken. Der Test ist eindeutig. Man darf
nicht an ihm zweifeln. Der Wagen muss nun also nicht mehr alt
sein, viele Kilometer auf dem Buckel oder Kratzer im Lack haben,
es reicht, wenn der Straßenbakteriumtest positiv ausfällt.
Man spricht dann von einem Bakterium- Positiven (NESB+). Alle
Bakterium- Positiven bekommen früher oder später auch
AOCS – sprich, weil sich der Wagen mit dem Bakterium angesteckt
hat, werden eines Tages, früher oder später, auch Kratzer
im Lack auftreten, die Reifen abgefahren sein usw.
Doch, wenn man artig die Sprüh- Chemikalie verwendet, kann
man das Eintreten von Kratzern um ein paar Monate hinauszögern.
Seltsam mutet an, dass diejenigen NESB-Positiven, die ihrenWagen
nicht einsprühen, erst viel später abgefahrene
Reifen haben und später Rost kriegen. Als man dem auf die
Schliche kommt, entwickeln die Spray-Hersteller eine neue Kombitherapie
mit 2, 4 oder sogar 8 verschiedenen Sprays. Jetzt hat man ein
gutes Heilmittel gegen AOCS! Es heilt zwar nicht, kostet dafür
aber einen Haufen.
Und das ist doch auch schon mal was! Und wer meint, dies sei zu
zynisch, sollte sich fragen, ob es nicht eher das Verhalten der
Kfz-Meister und Sprüh- Hersteller ist.Wie heilt man Autos
also vom AOCS? Es gibt da viele Möglichkeiten,
welches Symptom besteht. Ist das Profil runter, kaufe man neue
Reifen. Bei Rost parke man in der Garage und benutze Rostentferner
und Lackstifte. Schließlich handelt es sich ja bei allen
Symptomen um alt bekannte Geschichten. Nichts Neues. Nur das NESB
war neu. Und da seine Existenz bisher nie bewiesen wurde, brauchen
wir uns darum nicht zu kümmern. Doch selbst, wenn die Existenz
des NESB mit wissenschaftlichen Methoden bewiesen würde,
welchen Nutzen hätten wir davon? Wir wissen doch heute schon,
wie man abgefahrene Bremsbeläge erneuert!
(1) Symptom:
Krankheitszeichen, äußeres Merkmal, an dem man eine
Krankheit erkennt (griech. syn-/sym-: zusammen-, zus. mit- und
griech. piptein: fallen, also etwas, was mit einer Krankheit zusammenfällt,
gleichzeitig auftritt).
(2) Syndrom:
Das Zusammentreffen verschiedener Symptome. Krankheitsbild, das
sich durch mehrere gleichzeitige Symptome charakterisiert (griech.
Vorsilbe syn-/sym-: zusammen und griech: trechein: laufen, also:
gleichzeitig ablaufend, bzw. dromos: das Laufen, der Lauf.)
ein Artikel aus Depesche
Nr. 02/2002
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